Das Forum Würth ist der museale Bereich im Würth Haus Rorschach. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden regelmässig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Basis aller Aktivitäten ist die rund 17’000 Werke umfassende Sammlung Würth.

Menagerie – Tierschau aus der Sammlung Würth
Wir kommen auf den Hund, weinen dicke Krokodilstränen, schimpfen wie Rohrspatzen, sind arm wie Kirchenmäuse, Hasenfüsse oder Wölfe im Schafspelz, das Ganze wahlweise wieselflink oder im Schneckentempo. Über Jahrhunderte, davon zeugt der Reichtum unseres verbalen Bestiariums, war es für Literatur und Kunst eine kreative Herausforderung, das rätselhafte Verhältnis zwischen Mensch und Tier, die Sonderstellung zwischen Nähe und Ferne, Vertrautheit und Fremdheit, zwischen frappanter Ähnlichkeit und undurchdringlicher Andersheit abzubilden, zu beschreiben, auszuloten oder spielerisch ins Fantastische zu steigern. So änderte sich unsere Vorstellung vom Wesen der Tiere von Epoche zu Epoche.

Kunst aus der Eiszeit
Die früheste bisher entdeckte Kunst der Menschheitkommt von der Schwäbischen Alb. Hier hat sich vorca. 40’000 Jahren ein gewaltiger Sprung in der Entwicklung hin zum modernen Menschen ereignet. Davon zeugen Funde in verschiedenen Höhlendes Aach- und Lonetals, die eine bislang einzigartige Anhäufung von Spuren kulturellen Schaffens zum Vorschein brachten. Neben formvollendeten Figürchenaus Mammutelfenbein wie dem Mammut, dem Löwenmenschen und der Venus vom Hohle Felswurden aus demselben Zeitraum Schmuck und Musikinstrumente gefunden. Sie sind der direkte Nachweis, dass die frühesten modernen Menschen in Mitteleuropa nicht nur mobile Kunst herstellten, sondern bereits auch Musik machten. Diesen faszinierenden Kunst- und Kulturobjekten widmet sich die Ausstellung. In einem konzentrierten Überblick informieren verschiedene Schautafeln und eine interaktive Medienstation über die Fundorte und einzigartigen Fundobjekte. Zudem werden originalgetreue Repliken der Eiszeitkunst aus den Höhlen der Schwäbischen Alb präsentiert. Konzipiert hat die Wanderausstellung die Arbeitsgemeinschaft Eiszeitkunst, die sich unter der Dachmarke Weltkultursprung das Ziel gesetzt hat, das Thema Eiszeitliche Kunst weiter in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit zu rücken. Begeben Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheitund entdecken Sie die «Höhlen der ältesten Eiszeitkunst», die im Juli 2017 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurden.

Namibia – Kunst einer jungen Generation
Die Sammlung Würth umfasst zahlreiche Werke von KünstlerInnen aus Namibia, die einen Einblick in die dortige Kunstlandschaft geben und die Vielfalt namibischer Kunst spiegeln. In den letzten Jahrzehnten hat sich eine kreative Kunstszene zusammengefunden, die sich auf ihr kulturelles Erbe besinnt und sich zugleich mit den sozialen und politischen Realitäten in der Zeit nach der Unabhängigkeit auseinandersetzt.

Mit einer Auswahl von rund 40 Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die in Namibia leben und arbeiten, bietet das Forum Würth Rorschach einen Einblick in die dortige Kunstlandschaft. Bereits die unterschiedlichen Techniken wie Öl- und Acrylmalerei, Linolschnitt, Kartondruck, Fotografie und Quilttechnik, Collagen aus recyceltem Kunststoff und Altmetall sowie dreidimensionale Objekte aus Draht oder Serpentin spiegeln die Vielfalt namibischer Kunst wider. Vor allem in Windhoek hat sich eine kreative Kunstszene zusammengefunden, die sich zum einen auf ihr kulturelles Erbe besinnt, sich zum anderen aber hauptsächlich mit den aktuellen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Realitäten Namibias in der Zeit nach dessen Unabhängigkeit 1990 auseinandersetzt und so einen eigenen Beitrag zur modernen Kunst leistet.

Montag

10.00 - 18.00 Uhr

Dienstag

10.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch

10.00 - 18.00 Uhr

Donnerstag

10.00 - 18.00 Uhr

Freitag

10.00 - 18.00 Uhr

Samstag

10.00 - 18.00 Uhr

Sonntag

10.00 - 18.00 Uhr

1. Oktober – 31. März: 11.00 – 17.00 Uhr (montags geschlossen)